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Tischner Racing
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45772 Marl

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Technische Probleme bremsen Tischner Racing

19.07.2011 12:00:00 - 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2011

Beim diesjährigen Langstreckenklassiker, dem 24-Stunden Rennen auf der Nürburgring Nordschleife, setzte Tischner Racing auf ihren bewährten BMW M3 E46 und der im vergangenen Jahr erfolgreichen Fahrerbesetzung Ulrich Becker, Karl Brinker, sowie den Zwillingen Michael und Matthias Tischner. Ziel war es, den Klassensieg des Vorjahres zu wiederholen.

Der in neuer Farbe strahlende Bolide wurde im ersten freien Training am Donnerstag zwecks Checkup für zwei Runden auf die Piste geschickt. Insbesondere wurden auf die erneuerten Komponenten Getriebe, Radlager, Antriebswellen und Kupplung besonderes Augenmerk gelegt. Das Rollout verlief erfolgreich und so konnte das erste Qualifying in Angriff genommen werden. Mit 9:36 Minuten setze Michael Tischner die erste Bestmarke. Jeder Fahrer spulte seine zwei Pflichtrunden ab. Karl Brinker ließ weitere Runden folgen, um sich an das Fahrzeug zu gewöhnen.
Bei den anschließenden Servicearbeiten wurden planmäßig die Bremsbeläge und die vorderen Bremsscheiben erneuert, sowie die Spur vermessen und justiert.
Den Anfang des zweiten Qualifiaktionstrainings nutzte Tischner Racing, um die erneuerten Bremsverschleißteile einzufahren. Der nächste Run auf die Zeitenjagd brachte vor Einsetzen des Regens trotz gebrauchter Reifen mit 9:33 eine Verbesserung. In der Klasse SP5 wurde somit Startplatz 4 erzielt, was in der Gesamtwertung Position 83 bedeutete.

Den Start der Hatz zweimal rund um die Uhr startete Ulli Becker auf Regenreifen. Beim Startgetümmel hielt er sich aus allen Rangeleien heraus und steuerte in Runde 4 denm Tischner-Boliden zum Reifenwechsel auf profillose Slicks an die Box. Den Stopp nutzte man ebenfalls zum Tanken, so das Ulli Becker weitere 10 Runden fahren konnte. Die Zeitenmonitore zeigten Tischner Racing auf Position zwei in der Klasse.
Beim nächsten planmäßigen Stopp übernahme Michael Tischner das Steuer. Im weiteren Verlauf steuerten die Fahrer den Tischner BMW routiniert in die Nacht und blieb allen Kollisionen fern. Gegen 1:40 Uhr stellte sich am bis dato solide laufenden Triebwerk ein Motorschaden ein: im Streckenpunkt Kesselchen blieb der für den Betrieb notwendige Öldruck aus. Die Streckensicherungsstaffel schleppte den waidwunden Tischner M3 bis zum Pflanzgarten, nachdem sichergestellt war, dass kein Ölverlust drohte. Von dort aus wurde der Bolide mit einem Abschleppwagen in die Tischner Box gebracht und stand dort nach einer knappen Stunde zur Reparatur bereit. Die Tischner Crew wechselte das Aggregat in rekordverdächtigen 1,5 Stunden, inklusive dem Umbau sämtlicher Anbauteile und der Kupplung.
"Die Jungs haben super gearbeitet, der Umbau gelang aufgrund der beispiellosen Harmonie in sagenhaft kurzer Zeit", schwärmt ein begeisterter Michael Tischner.
Mit dem seriennahen Motor erzielten die Piloten die teaminterne schnellste Rennrunde mit einer Zeit von 9:43 Miunten, obwohl das Aggregat weniger Leistung entwickelt. Dazu meint Kar Brinker: "Trotz technischer Probleme hatte ich viel Spaß im Team und bedanke mich bei jedem einzelnen für seinen unerbittlichen Einsatz!"
Den letzten Stint des Rennens fuhr Michael Tischner. Im Getriebebereich entstanden Vibrationen, doch man entschied sich gegen einen Getriebewechsel. Von da an standen nicht mehr alle Gänge zur Verfügung.
Laut Reglement darf die letzte im Rennen gefahrerne Runde nicht länger als 20 Minuten dauern, weil ansonsten ein Wertungsausschluss droht. So kam es, dass Michael kurz vor schwenken der Zielflagge die Ziellinie überquerte und eine weitere Runde absolvieren musste. In dieser letzten Runde ereignete sich ein Plattfuss hinten links. Der sich im Verlauf zerfetzende Reifen sorgte für Kaltverformungen im Radkastenbereich, jedoch überfuhr Michael Tischner die Ziellinie und sorgte für ausgelassene Stimmung im gesamten Team von Tischner Racing, trotz Position 5 in der Klasse und Platz 94 in der Gesamtwertung.

In den heimischen Hallen wurde der Motorschaden analysiert und das auslösende Bauteil lokalisiert. "Leider haben wir auf das Bauteil keinen Einfluss, unser Eindruck ist, dass es sich um einen Materialfehler gehandelt haben muss", analysiert Matthias Tischner, "Und dagegen sind wir leider machtlos."

Der nächste geplante Start von Michael Tischner ist auf dem BMW Z4 von Marco Schelp beim kommenden VLN-Rennen.

P.S.: Für die lange Wartezeit auf den Bericht möchten wir uns entschuldigen: unser Texteschreiber gelobt Besserung für die Zukunft ;-)

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