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Bestes BMW-Team in Silverstone

09.10.2010 14:01:37 - 2010 Britcar 24 Hour Silverstone
© Tischner-Racing.de

Team Tischner-Racing vor dem Start



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Boxenstopp in der Nacht

Am vergangenen Wochenende sah Tischner Racing mit ihrem BMW M3 E46 beim 24-Stunden-Rennen auf dem britischen Formel Eins Kurs in Silverstone die Zielflagge. Den bewährten Piloten Ulrich Becker und den Tischner-Brothers Michael und Matthias gelang es zusammen mit dem Team den bestplatzierten BMW zu stellen und die Extraklasse von Tischner-Racing zu unterstreichen.

Kurz vor Veranstaltungsbeginn musste Tischner Racing zunächst einen Dämpfer hinnehmen und auf ihren vierten Fahrer verzichten, der krankheitsbedingt absagen musste. Ein Ersatzfahrer in der Kürze der Zeit konnte nicht verpflichtet werden und so beschränkte man sich auf die bewährten drei Fahrer Ulrich Becker, Michael Tischner und Matthias Tischner.
Das Tagestraining am Freitag, welches auch zur Ermittlung der Startposition diente, wurde locker, aber mit dem notwendigen ernst angegangen. Im Fokus der drei Piloten stand die Ermittlung von Daten auf und mit der Rennstrecke und die erforderlichen Mindestanzahl Runden je Pilot abzuspulen. Beendet wurde das komplett verregnete Training an Gesamtposition 24 von insgesamt 61 teilnehmenden Fahrzeugen.
Die als Vorbereitung auf die Veranstaltung vorgenommenen Änderungen an der Fahrwerkseinstellung stellten sich als ideal heraus. Die in den vergangenen Jahren gesammelten Erfahrungswerte konnten optimal auf das Fahrverhalten des Boliden adaptiert werden.

Die Wetterbedingungen änderten sich für das am Freitagabend angesetzte Training nicht, auch dies war komplett verregnet. Eine Schrecksekunde ergab sich, als die Spritmenge falsch kalkuliert wurde und Matthias Tischner den BMW M3 E46 wegen Treibstoffmangels an der Rennstrecke parken musste. Das Tanken an der Rennstrecke ist nicht erlaubt und so musste man mit der Wiederaufnahme des Trainings so lange warten, bis das Fahrzeug zurück zur Box transportiert wurde. Erst zehn Minuten vor Ablauf der Zeit konnte Michael Tischner das Training wieder aufnehmen und seine Pflichtrunden absolvieren.

Der Tischner-BMW erhielt eine planmäßige Inspektion, in dem die Bremsscheiben und -beläge erneuert wurden. Zudem spendierte man dem Boliden neue Radlager an der Vorderachse. Am Samstagmorgen wurde die Bremse im Warmup unter trockenen Bedingungen eingefahren und die vor Ort erworbene Schnelltankanlage installiert.

Der Start zum 24-Stunden-Rennen begann unter trockenen Bedingungen. Michael Tischner startete betont zurückhaltend und ging keine unnötigen Risiken ein. Nach einer guten Stunde übernahm Matthias Tischner das Steuer, nachdem das Auto betankt wurde. Reglementbedingt ist die bei einem Boxenstopp maximal nachzufüllende Treibstoffmenge auf 75 Liter begrenzt. Mit dem Umstieg auf die Schnelltankanlage wird dies mit drei Tankkannen je 25 Liter bewerkstelligt.
Uli Becker fuhr den dritten Stint und musste nach nur 10 gefahrenen Runden die Box ansteuern, um von profillosen Slicks auf Regenreifen zu wechseln, da es wieder zu Regnen begann. Der Regen sollte sich bis zum Rennende halten.
In der Nacht ging Starkregen nieder, der der Scheibenwischeranlage des Tischner-BMW so viel abverlangte, dass sie außer Betrieb gesetzt wurde. Die erforderliche Reparatur bescherte Tischner Racing glücklicherweise nur eine kurze Standzeit, da das mechanische Problem zügig behoben werden konnte.

Gegen Ende des Rennens kam es zu einem weiteren technischen Zwischenfall. Das ABS quittierte seinen Dienst und in Hinblick auf die Platzierung entschied man sich gegen eine Reparatur. Die Entscheidung stellte sich als richtig heraus, denn so konnte man den stark aufkommenden Verfolger-BMW hinter sich halten.
Am Ende war das gesamte Team Tischner Racing überglücklich, sich in der Platzierung sukzessive vorgearbeitet zu haben und am Ende den vierten Platz in der Klasse und die sehr respektable achte Position in der Gesamtwertung erzielt zu haben.

Pilot und Teamchef Matthias Tischner:
"Als das ABS ausfiel haben wir geschätzt, wie lange die Reparatur dauern würde und welchen Zeitgewinn wir mit funktionierendem ABS haben würden. Dann haben wir auf dem Zeitenmonitor beobachtet, dass der hinter uns platzierte BMW seinen hubraumbedingten Leistungsvorteil ausspielte und seinen Rückstand auf uns verkleinerte. Also sind wir ohne ABS weitergefahren."

Pilot Michael Tischner:
"Leider war Matthias gesundheitlich leicht angeschlagen, so dass er deutlich weniger fahren konnte, als wir vorher geplant hatten. Aber Ulli und ich haben alles gegeben, um das Ziel zu sehen."

Pilot Ulrich Becker:
"Unter dem Strich zählt das Resultat und das war unter diesen katastrophalen Wetterbedingungen für uns das Maximum. Selbst, wenn wir die eine Runde Abzug, die wir uns wegen überhöhter Geschwindigkeit an der Box geleistet hatten, berücksichtigen. Vielleicht hätten wir unter trockenen Bedingungen mehr erreichen können, aber die Zielflagge als bester BMW zu sehen ist mehr als Belohnung für uns. Das Team hat sehr gut gearbeitet."

An dieser Stelle bedankt sich Tischner Racing beim gesamten Team mit den zahlreichen Helfern für den unermüdlichen Einsatz. Besonderer Dank gilt auch dem Team rund um Frank Nöhring, das uns beim Einbau der Schnelltankanlage tatkräftig zur Seite stand und speziell bei Karsten, der uns bei der englischen Kommunikation geholfen hat!

Als nächstes wird Tischner-Racing das zehnte und letzte VLN-Rennen der Saison unter die Räder nehmen, welches am 30. Oktober auf dem Nürburgring ausgetragen wird.

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