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Fulminanter Klassensieg beim Langstreckenmarathon in der grünen Hölle

26.05.2010 22:53:11 - 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2010
© ts-photo.de

Der Tischner BMW M3 E46

Beim Langstreckenklassiker in der grünen Hölle, dem 24h Rennen auf dem Nürburgring, stellte Tischner Racing aus Marl mit ihrem BMW M3 E46 durch einen souveränen Sieg in der Klasse SP5 erneut seine besondere Leistungsfähigkeit auf der Nordschleife unter Beweis.
Das von 220.000 Zuschauern besuchte Rennen startete Donnerstag mit dem freien Training unter wiedrigen Bedingungen in die 38. Auflage. Kalte Temperaturen, Dunst und Nieselregen stellten die campierenden Fans und die über 200 angereisten Teams auf eine harte Probe.

Der Nordschleifenerfahrene Karl Brinker (Herne), der die Stammfahrer Michael und Matthias Tischner sowie Ulrich Becker (alle drei aus Marl) bei diesem 24h Rennen tatkräftig unterstützte, nutzte zunächst den ersten Teil des freien Trainings dazu, sich an den heckgetriebenen BMW M3 E46 zu gewöhnen. In der Langstreckenmeisterschaft VLN bewegt er sonst einen frontgetriebenen Renault. Ulrich Becker und die Tischner-Zwillinge fuhren je eine Checkrunde auf dem von Tischner Racing vorbereiteten BMW.

Im ersten Zeittraining fuhr Michael Tischner zunächst auf profillosen Slicks auf die Strecke, bog auf der Grand Prix Strecke dann aber wegen einsetzenden Regens direkt wieder in die Boxenstraße ab. Mit den aufgezogenen Regenreifen setze er ein erstes Ausrufezeichen und übergab das Steuer an Karl Brinker. Der danach fahrende Matthias Tischner traf das ideale Fenster, in dem bei den äußeren Bedingungen die Reifen optimal funktionierten. Ulrich Becker schließlich fuhr den letzten für das Zeittraining angesetzten Stint. Jeder der Piloten von Tischner Racing fuhr die Mindestanzahl an vorgeschriebenen Runden. Am Ende fand man sich auf der zweiten Position in der Klasse SP5 wieder, ehe das Zeittraining abends aufgrund Nebels von der Rennleitung abgebrochen werden musste. Somit blieb Tischner Racing keine Gelegenheit mehr, die neu installierten Bremsteile für das Rennen einzufahren. Für das Freitagstraining wurden daher wieder die zuvor eingesetzten Bremsbeläge und -scheiben montiert.

Das zweite Zeittraining, welches für Freitagmittag angesetzt war, fand unter besseren, trockenen Bedingungen statt. Die Überlegung ging dahin, dass zu Beginn und gegen Ende des Zeittrainings die schnellsten Runden gefahren werden können. Michael Tischner gelang in seiner vierten Runde mit einer Zeit von 9:35.214 Minuten eine relativ schnelle Runde, die nur rund 6 Sekunden hinter der klassenschnellsten Zeit von Live-Strip Racing lag. Und das trotz Ölbindemittels, welches bei vorhergegangenen Rennveranstaltungen auf die Rennstrecke aufgebracht wurde.
Nachdem jeder Pilot von Tischner Racing seine Pflichtrunden absolvierte, wurden abermals die neuen Bremsteile montiert und eingefahren. Tischner Racing verzichtete bewusst auf einen neuen Angriff auf die schnellste Runde und begnügte sich mit Startplatz vier in der Klasse SP5. Eine Taktik, die sich als richtig herausstellen sollte.
Die Piloten von Tischner Racing waren mit dem Setup jedoch nicht glücklich und so wurde der BMW M3 E46 im Rahmen der vorbereitenden Maßnahmen für den Langstreckenmarathon vermessen und Einstellarbeiten am Fahrwerk vorgenommen.

In der Startaufstellung zum Rennen zeigte sich zur Freude der zahlreichen Fans und Zuschauer die Sonne. Den Start übernahm Ulrich Becker und verbesserte sich während seines Stints um eine Position in der Klasse SP5. Die beiden Topautos der Klasse von Lingmann und Live-Strip Racing leisteten sich einen erbitterten Kampf um die Führungsposition und glänzten mit sehr schnellen Rundenzeiten. "Die Zeiten konnten und wollten wir nicht mitgehen, da es ja ein 24h-Rennen ist", bemerkte Michael Tischner anerkennend, "wir orientierten uns stattdessen an den Zeiten, die der Klassensieger im Vorjahr fuhr."
"Die Modifikationen am Auto sind mir sehr entgegengekommen. Das Auto wies ein deutlich verbessertes Fahrverhalten auf", berichtete Ulrich Becker, der den Tischner Racing Boliden auf Platz drei liegend an den schnellsten Bäcker Deutschlands, Karl Brinker, übergab.
Karl Brinker seinerseits überraschte seine Teamkollegen sehr positiv, denn er konnte sich innerhalb kürzester Zeit auf das Auto einschießen und quittierte dies mit schnellen Rundenzeiten. "Wir kennen Karl ja von unseren in der Winterpause gehaltenen Kartrennen, aber dass er sich so schnell so gut mit dem BMW zurecht findet, überraschte selbst uns", erklärte ein stolzer Matthias Tischner die ausgeglichene Fahrerbesetzung innerhalb des Teams.

In der Zwischenzeit musste der Lingmann BMW dem sehr hohen Anfangstempo Tribut zollen und schied mit technischem Defekt aus. Nach drei gefahrenen Stunden befand sich der Tischner BMW bereits auf der zweiten Position in der Klasse (Position 49 im Gesamtklassement).
Auch der dritte Stint, gefahren von Matthias Tischner, verlief völlig unproblematisch. Der Verschleiß an der Bremsanlage lag im grünen Bereich, einzig Motoröl musste bei jedem Boxenstopp nachgefüllt werden.
Eine Besonderheit ereignete sich nach dem vierten Stint, den Ulrich Becker gegen 0:30 Uhr planmäßig beendete. Tischner Racing überraschte ihn mit einem Geburtstagsständchen und seinen Lieblingssüßigkeiten.

In der Nacht ereilte auch dem bis dato überragend führenden Live-Strip Racing BMW ein technisches Poblem am Differential, welches einen längeren Boxenaufenthalt erforderlich machte. Tischner Racing übernahm die Führung in der Klasse und baute sie sukzessive aus.
Gegen Mittag zeigte der Zeitenmonitor einen komfortablen Vorsprung des Tischner BMW von 12 Runden auf den zweitplatzierten BMW 130i, pilotiert von Werner, Leopardi, Zabel und Hudelmaier. Der Vorsprung wurde bis ins Ziel gehalten und ein hingerissener Matthias Tischner überfuhr an Gesamtposition 26 liegend die Ziellinie.
"Bei diesem Rennen fuhren wir 137 Runden und somit eine Runde mehr, als bei unserem dritten Platz in der Gesamtwertung im Jahre 2001", bilanzierte ein überglücklicher Michael Tischner die Leistung des gesamten Teams.
Ulrich Becker ergänzte: "Im vergangenen Jahr ereilten uns Probleme am Differential. Für dieses Rennen haben wir die Vorbereitung (Lagerspiel etc.) selbst in die Hand genommen. Und es hat funktioniert".
"Das Auto lief wie das sprichwörtliche Schweizer Uhrwerk, lediglich Öl mussten die Jungs nachfüllen", stellte Karl Brinker zufrieden fest. "Mein Respekt gilt neben dem Tischner Team und meinen Fahrerkollegen besonders den campenden Fans, die den Eifeler Wettertorturen getrotzt und bis zum Schluss durchgehalten haben!"
Michael Tischner: "Wir sind stolz darauf, ohne technische Probleme die Ziellinie als Klassensieger erreicht zu haben. Das gesamte Fahrzeug - vom Motor bis hin zum Differential - wurde komplett im heimischen Betrieb vorbereitet. Auch ging unsere Taktik auf, das Rennen nicht als Sprintrennen anzugehen. Natürlich gehört auch ein Quentchen Glück dazu, nicht in Kollisionen verwickelt worden zu sein. Wir danken unseren Helfern, Mechanikern und Teammitgliedern für ihre Hilfe und den Fans für ihre Unterstützung!"

Weiterführende Informationen zum Rennen finden sich auf der Internetseite des 24h-Rennens.

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