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Tischner Racing
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Bestes Team im Vest beim Langstreckenklassiker

11.06.2009 22:40:10 - 24-Stunden-Rennen Nürburgring 2009
© ts-photo.de

Nach den Problemen in der Anfangsphase lief der Tischner BMW M3 E46 wie ein Uhrwerk



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In der Nacht waren die Probleme passé

Die 37. Auflage des 24-Stunden-Rennens auf dem Nürburgring beendete Tischner Racing mit der Stammbesetzung Ulrich Becker, Klaus Völker und den Zwillingen Michael und Matthias Tischner trotz technischer Probleme in der Anfangsphase des Rennens als Vierter in der Klasse SP5 und 58. im Gesamtklassement.

Das erste freie Training des Langstreckenklassikers in der einst von Ex-Formel 1 Weltmeister Jackie Stewart ehrfürchtig genannten "Grünen Hölle", welches erstmals bereits am Donnerstag stattfand, nutzte Tischner Racing als Funktionstest des vor dem Rennen revidierten BMW M3 E46. Nachdem keinerlei Unregelmäßigkeiten festgestellt werden konnten, stellte man den Boliden in der Box zwecks Materialschonung ab.

Im ersten Zeittraining, das die Eifel von der feuchten Seite zeigte, spulte jeder der vier Fahrer die vorgeschriebene Anzahl Pflichtrunden ab. Mit dem Wissen, daß für das am kommenden Tag angesetzte zweite Zeittraining trockenes Wetter prognostiziert wurde, wollte man nicht allzu viel riskieren. Dennoch schaffte es Michael Tischner mit 10:46,607 Min. die schnellste Zeit in der Klasse SP5 zu erzielen. In der Gesamtwertung bedeutete dies Position 38. Der Vorsprung auf den Klassenzweiten betrug gut 13 Sekunden.

Am Freitag wurde um 14:00 Uhr das 120 minütige zweite Qualifikationstraining gestartet. Für das Zeittraining wurden routinemäßig neue Radlager, Bremsscheiben und Bremsklötze montiert. Nach der Einfahrphase der neuen Bremskomponenten führte der Zeitenmonitor den Tischner BMW M3 bis eine halbe Stunde vor Ende noch auf Position drei in der Klasse SP5. Im letzten Stint drehte Michael Tischner am Volant des BMW M3 und hievte den Boliden mit einer Zeit von 9:32,683 Minuten auf Startposition eins in der Klasse. Dies reichte in der Gesamtwertung für Startplatz 48.
Die Startaufstellung war für Tischner Racing ungewöhnlich: Während man in den Vorjahren in der Klasse SP6 angetreten und in der ersten Startgruppe aufgestellt war, fand man sich nun in der dritten Reihe der zweiten Startgruppe, eingekeilt von den werksseitig eingesetzten VW Sciroccos, wieder.

Der Start zum Rennen verlief nahezu unspektakulär. Startfahrer Michael Tischner vermied brenzlige Situationen souverän und routiniert. Auch die Position in der Klasse wurde manifestiert und der Vorsprung sogar leicht vergrößert. In der zweiten Runde kam es im Streckenpunkt Schwedenkreuz plötzlich zu einer starken Geräuschentwicklung im Heck des BMW: Es zeigte sich ein ernsthaftes Problem am Antriebsstrang. In behutsamer Fahrt rollte Michael Tischner den angeschlagenen BMW M3 in Richtung Box. Doch die Lautstärke im Heckbereich nahm zu. Im Streckenpunkt Brünnchen (Fahrtrichtung rechts) stellte er den Wagen schließlich ab, um möglichen größeren Schaden abzuwenden. Der Anruf bei Bruder Matthias und die Schilderung des Problems veranlasste das Tischner Team den Teambus umgehend mit Ersatzteilen und Werkzeugen zu bestücken und die Fahrt zum Brünnchen aufzunehmen.
Bei der Fahrt zum Brünnchen verlor man aufgrund des hohen Verkehrsaufkommens auf den öffentlichen Straßen viel Zeit. Endlich am Ziel angekommen, mussten die Teile und das Werkzeug durch den Tunnel und einen Hang hinauf getragen werden, da der Tunnel mit einer Schranke für Fahrzeuge gesperrt war. An dieser Stelle vielen Dank den Fans, die uns dabei behilflich waren!
Schnell erwies sich das Differential als Fehlerquelle und wurde zusammen mit der angeschlagenen Kardanwelle ausgetauscht. Die Rundenzeit stieg mit der erforderlichen Reparatur auf rund 90 Minuten an - dies entsprach etwa acht Runden Rückstand und Position 164 im Klassement. Nach sieben Runden übergab Michael Tischner den Boliden an Ulrich Becker. Der weitere Verlauf des Rennens verlief nahezu problemlos. Einzig ein erneuerter Bremsklotz brach aufgrund eines Materialfehlers und beschädigte dabei den gesamten Bremssattel an der Hinterachse - der Wechsel beider Komponenten verlief zügig.
Am Ende überquerte Team Tischner Racing an Position 58 liegend die Ziellinie und sah als Vierter in der Klasse SP5 das schwarz-weiß karierte Tuch.

"Bei uns herrschte überschwengliche Freude ins Ziel gekommen zu sein. Nichts ist durch Unfälle kaputt gegangen und ohne unser Pech in der Anfangsphase hätten wir ein deutlich besseres Ergebnis abliefern können", resümiert Klaus Völker, "Ich glaube, wir hätten ernsthafte Chancen auf einen Klassensieg gehabt. Wie dem auch sei, es hat viel Spaß gemacht und nächstes Jahr sind wir wieder dabei!" Ulrich Becker ergänzt: "Wir waren in diesem Jahr noch besser aufgestellt als im Vorjahr und alles war sehr gut durchorganisiert. Schade, daß dies nicht durch eine bessere Platzierung belohnt wurde."
Michael Tischner abschließend: "Ich bedanke mich bei allen, die uns tatkräftig unterstützt und uns die Daumen gedrückt haben." Mit einem Auge zwinkernd: "Insbesondere danken wir den Fans im Bereich Brünnchen und der Steilstrecke, ohne die wir sicherlich noch mehr Zeit verloren hätten!"

Eine Fotostrecke zur Veranstaltung findet sich in unserer Rubrik Fotos.

Das nächste anvisierte Rennen ist das fünfte Rennen der BFGoodrich Langstreckenmeisterschaft Nürburgring. "Wir versuchen den Klassensieg vom zweiten Lauf zu wiederholen", so Matthias Tischner. Das 49. ADAC Reinoldus-Langstreckenrennen wird am 27.06.2009 um 12:00 Uhr gestartet.

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