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Tischner Racing
Hülsbergstraße 240
45772 Marl

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Gute Performance auf der Insel

22.10.2008 22:13:43 - 24-Stunden-Rennen Silverstone 2008
© Ring-Emotionen.de

Der Tischner BMW M3 E46 bei der Vorbereitung in der Box



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Das Piloten-Quartett David Horn, Matthias und Michael Tischner und Ulrich Becker in der Startaufstellung

Beim 24h Rennen in Silverstone zeigte Tischner Racing mit dem BMW M3 E46 sehr viel Potential und eine gute Performance, obwohl ein paar technische Probleme und das daraus resultierende Ergebnis den Gesamteindruck etwas trübten.

Am 18. September setzte sich der Tross von Tischner Racing in Richtung England, zum 24h Rennen in Silverstone, in Bewegung. Im Gepäck der BMW M3 E46, dessen dem Verschleiß unterworfenen Komponenten gewartet und überarbeitet wurden. Dazu zählten unter anderem das leistungsgestärkte 3,2 Liter Aggregat und das sequentielle Getriebe, welches neben einer Revision auch gleich die für Silverstone erforderliche Übersetzung erhielt. Als Fahrerbesetzung wurde neben Stammfahrer Michael Tischner und Ulrich Becker auch David Horn und Matthias Tischner genannt. Für Matthias Tischner bedeutete das Rennen das Ende einer langen Pause im aktiven Motorsport.

10 Stunden nach Abfahrt in Marl erreichte man schließlich Donnerstagmorgen den Formel 1 Kurs auf der grünen Insel. Nach erfolgtem Aufbau ging es zur technischen Abnahme. Neben einigen anderen Teilnehmern sollte sich die Abnahme auch für Tischner Racing etwas schwierig gestalten. Die Lautstärkemessung ergab einen zu hohen Wert, der maximal erlaubte Schallpegel von 102 dB wurde überschritten. Der Schalldämpferanlage wurde eine Dämmkur verordnet und auch die Endrohre wurden - wie von Diesel-Fahrzeugen bekannt - durch solche ersetzt, die nach unten gebogen sind.

Freitag um 11:20 Uhr wurde das einstündige Tag-Qualifying in Angriff genommen, in welchem jeder genannte Fahrer mindestens zwei gezeitete Runden fahren musste. In dieser Session erzielte Tischner Racing mit einer Zeit von 2:02.163 Minuten
die 16. schnellste Zeit (Position 2 in der Klasse). Nach dem Qualifying wurde die Fahrwerksabstimmung den Bedürfnissen der vier Piloten angepasst.
Um 20:00 Uhr wurde das Nacht-Qualifying über zwei Stunden gestartet. Die schnellste Zeit betrug 2:03.999 Minuten, was im Nacht-Qualifying für die 15. schnellste Zeit reichte. Anders als bei anderen 24h Rennen üblich ist das zweite Training zwar ebenfalls ein Pflichttraining, jedoch ohne Auswirkung auf die Startaufstellung. Die Arbeit am Fahrwerk zeigte bereits erste Früchte, denn alle Fahrer dokumentierten ein besseres Fahrverhalten. Während des abendlichen Trainings ereignete sich ein Felgenschaden, der auch den einen Stoßfänger und Kotflügel in Mitleidenschaft zog. Eine kleine Nachtschicht für die Mechaniker war die Folge.
Für Samstagmorgen war die Fahrerbesprechung angesetzt. Das für 13:30 Uhr terminierte halbstündige Warmup fuhr Matthias Tischner mit der Aufgabe die neuen Bremsklötze und Bremsscheiben einzufahren.

Der Start zum Rennen um 16:30 Uhr verlief bereits auf der Start- und Zielgeraden chaotisch. Als Folge des ersten Unfalles in Höhe der Boxenmauer, bei dem ein Pilot sehr schwer verletzt wurde (gute Besserung von dieser Stelle!), ereignete sich wenige hundert Meter dahinter ein zweiter Unfall. Einer Kollision ausweichend, lenkte Startfahrer Michael Tischner den Boliden über die Wiese. Wenige Kurven später wurde eine Safetycar-Phase eingeleitet. Die Bergung der havarierten Fahrzeuge und die Reinigung der Rennstrecke dauerte in etwa eine Stunde. Nach dem Restart ging es für Tischner Racing hoffnungsvoll weiter. Michael gelang es im Verlaufe seines Stints einige Konkurrenten zu überholen. Die Topteams legten relativ früh ihre ersten Boxenstopps ein und so konnte Michael den BMW M3 E46 an Position zwei liegend an seinen Zwillingsbruder Matthias übergeben. Nach dem ersten Stopp zeigte der Zeitenmonitor den Tischner BMW auf Rang 13. Matthias gelangen in seinem Turn einige Positionsverbesserungen, die den Tischner BMW wieder auf Platz sieben hievten. Nach seinem Stint sollte er von einem Bilderbuchhimmel und einer traumhaften Atmosphäre in der Dämmerung schwärmen. David Horn übernahm die erste Nachtfahrt, ehe er das Volant an Ulrich Becker übergab.
In der Nacht wurde durch herumliegende Trümmerteile der Getriebekühler beschädigt - ein Extraboxenstopp musste eingelegt werden. Die Reparatur nahm ca. 10 Minuten in Anspruch. Dennoch war es die Nacht von Tischner Racing: den Piloten gelangen regelmäßig Rundenzeiten in den Top 3, zeitweise konnte Michael Tischner die schnellsten Rundenzeiten in der Nacht erzielen.
In Summe lief der Tischner BMW, mit Ausnahme der Beschädigung des Getriebekühlers, gute 16 Stunden ohne Zwischenfälle. Bevor sich erste Kupplungsprobleme andeuteten lag man sogar auf dem zweiten Platz! Doch die Kupplungsprobleme verstärkten sich und zwangen das Team zu einem Wechsel. Wertvolle Zeit verstrich und nach einer Stunde konnte das Rennen wieder aufgenommen werden. Die Tatsache, dass das Rennen auf Platz 13 weiter ging, zeigt, wie schnell Tischner Racing in der Nacht unterwegs war.
Mit schnellen Zeiten attackierten die Piloten, ehe die Differenzialaufnahme kollabierte. Der resultierende Boxenstopp kostete weitere zwei Stunden - zu viel, um ernsthaft in das Rennen eingreifen zu können. Trotz der Rückschläge sah Tischner Racing als Ergebnis einer beeindruckenden Teamleistung als 23. das schwarz/weiß-karierte Tuch.

Beim anschließenden Grillen fand man die Zeit, das Rennen noch einmal Revue passieren zu lassen. "Die Stimmung am gesamten Rennwochenende war phänomenal und wir hatten sehr viel Spaß.", berichtete Michael Tischner, "Auch die Fahrerbesetzung harmonierte sehr gut." Angesichts der Rückschläge sollten wir eigentlich unzufrieden sein, denn die kosteten uns eine bessere Platzierung.", ergänzte Ulrich Becker, "Dennoch sind wir es nicht, denn unsere Performance verglichen mit der Konkurrenz hier war überraschend gut."
Für Matthias Tischner war das Rennen ein Vortest für weitere Einsätze: "Seit langer Zeit saß ich wieder am Steuer eines Rennwagens und bin mit meinen Zeiten sehr zufrieden.".



Weitere Videos und Fotos zum Rennen hält Ring-Emotionen.de bereit.

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